Motorsport- Leidenschaft der jungen Jahre

Motorsport ist eine Sportart die einem ein hohes Leistungsvermögen abverlangt.Ob es wirklich Leistungssport ist,das war oft strittig in der Öffentlichkeit.Mit Rückblick auf meine jungen Jahre würde ich sagen, das könnte ich heute nicht mehr leisten.

Ich betrieb diesen Sport ca 10 Jahre im zweiten Lebensjahrzehnt. Heute kann ich mir das körperlich, mental und auch finanziell nicht mehr leisten. Mir fehlt wenn ich im Auto sitze, auch der Sinn dafür.Aber die Zeiten bleiben unvergessen.

Daher rührt aber noch meine heutige Leidenschaft zu Michael Schumacher und zur Formel1 und meinem F1 News Blog 

Meine Liebe galt dem NSU TT

Angefangen habe ich bei nationalen Slalom-Rennen, das war 1973. Die Slalomveranstaltungen wurden von der ONS veranstaltet und fanden auf abgesperrten Straßen statt. Die Streckenlänge betrug zwischen 1.2 und 3 Km. Die Teilnehmeranzahl lag zwischen 80- 100 Startern. Gestartet wurde in den Kategorien Serien-und Spezialtourenwagen und GT. Sehr gut erinnere ich mich daran einmal einen Slalom auf dem Großmarkt in Köln gefahren zu haben :-),ohne zu wissen das ich da 20 Jahre später einen Proberaum haben werde.

Das Kurven um die Pylonen hat mich aber nicht richtig gereizt, vor allem weil die Pferdchen (120-135 PS) unter der Haube, durch die kurzen Getriebeübersetzungen (max 120 Km/h) nicht so richtig losgelassen werden konnten. mein schönstes Auto mein schönstes Auto Zwei Jahre später stand ich am Berg. Bergrennen, das war schon viel spannender und auch gefährlicher.

Die Strecken, befanden sich in teilweise wunderschönen Region wie z.B. Freiburg-Schauinsland oder in Idar Oberstein. Hier war die Anzahl der Zuschauer (bis zu 6000 ) für die Fahrer ein wunderbares Erlebnis. Meist große, auf Feldern und Wiesen gelegene Fahrerlager, für alle Teilnehmer ein Wochenende mit Camping und Lagerfeuerromantik. Bei diesen Veranstaltungen waren auch Motorräder und Formelfahrzeuge zugelassen.Da fuhr Rolf Stommelen sogar mit einem Formel2 am Berg. In meinem ersten Jahr wurde Willi Bergmeister mit einem NSU Berg Europameister. Die Autos aus Ingolstadt waren schon richtig kleine Raketen.

Rechts der Felsen links die Leitplanke, Abgründe und fahren gegen die Uhr und dich selbst. Das habe ich für 2 Saisons gemacht, aber dann zog es mich auf die Rundkurse. Rundstrecken- und Langstreckenrennen. Zwischendurch noch einige Rallyes. Ich habe die berühmten Rennstrecken alle kennen gelernt,Hockenheim, Zolder, Zandvoort, Spa-Francorchamps, Diepholz und vor allem den Nürburgring.

24 Stunden Nürburgring

Meine Lieblingsstrecke ist der Nürburgring bis heute. Insgesamt habe ich sie drei mal gefahren die 24Stunden in der grünen Hölle.

 

Bevor ich dort das erste mal gefahren bin, habe ich aber schon als nicht ganz 18jähriger,dort an der Strecke gesessen, am großen Lagerfeuer unterhalb des Karrussel beim 36 Stundenrennen. Das waren tolle Zeiten und Erlebnisse als Hans Heyer, H.J. Stuck, Rolf Stommelen, Maas, Winckelhock hundertausende an diese Piste lockten.

Nun fuhr ich das erste mal zwischen den Großen. Das Motto der Privatfahrer damals:" Dabei sein ist alles"!

 

Gerade das 24h Stunden Rennen stellt höchste Anforderungen. Sehr oft fuhr mir Nachts der Schreck in die Glieder, wenn bei Vollgas und Tempo 220 in der Fuchsröhre noch ein Blitz an mir vorbeiflog. So ist eben der Unterschied zwischen einem Tourenwagen und einem Rennwagen. Porsche, Ford und BMW waren eben eine Welt für sich. Oder besser 400- 700PS gegen läppische 150 PS.

 

Trotzdem war es einzigartig und schnell genug für mich. Meine Angst mich zu verletzen, hätte auch nicht mehr zugelassen. Die Zeit die ich im Motorsport verbracht habe, sehe ich als eine schöne und lehrreiche Zeit an. Sie war eng verbunden mit meinem Beruf und brachte mich dann später zufällig zum Behinderten Fahrzeugumbau.

Der Ex Formel1 Fahrer Clay Reggazoni fuhr ja als Rollstuhlfahrer, mit einem Alfa und Guido Simplex Gas-Bremse Anlage Rennen auf dem Nürburgring.

Ein einschneidendes Erlebnis für mich. Gespräche und Kontakte über Reggazoni mit Guidosimplex in Italien brachten die Geräte nach Deutschland. Die erste Anlage haben wir dann 1977 in einen VW Bus eingebaut.

 

Nicht zuletzt wegen den vielen schönen Lagerfeuerrunden mit liebenswerten Menschen. Die Vereinskameraden vom bergischen Motorclub Achim Ries, Günter Agosti, Edgar Dören (deutscher Rundstreckenmeister im Porsche) Karl Wilhelm Rauhaus (Slalommeister NRW), Kurt Jesse, mein Vater Reinhold Packeisen se, um nur einige aufzuzählen schwelgten gerne in diesen Erinnerungen. Mein jüngster Bruder fährt heute noch Tourenwagen Rennen auf seiner Heimstrecke dem Ring. www.packeisen-motorsport.de

Die Autobianchi A112 Abarth Story 24H Rennen

Eine kleine Story zum 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring.Ich glaube es war im Jahr 1982, da ereignete sich folgende Geschichte, die ein Stück weit auch die Kameradschaft unter den Sportlern der damaligen Zeit beschreibt.

Wir waren mit 3 Teams des Bergischen Motorclub Wuppertal am Start vertreten. Unser Team fuhr einen Autobianchi Abarth A112. Wir lagen in der Klasse nach 20 Stunden nur im Mittelfeld. In den letzten 2 Stunden des Rennen sehe ich Günter Agosti mit seinem R5(liegt im Klassement weit vorne) an der Leitplanke hinter der Flugplatzkurve stehen.

Die verzweifelten Gesten zeigen, "Rien ne va plus". Das finde ich entsetzlich und weiß auch genau, das Team schafft keinen Mechaniker mehr von Außen an die Strecke. Kurzer Halt in der nächsten Runde und wir verständigen uns darauf, das ich ihn in der letzten Runde mitnehme.:-)

Mit dem kleinen Autobianchi habe ich dann in der letzten Runde an den R5 von hinten angedockt und ihn auf der Stoßstange bis ins Ziel geschoben (10KM). Abschleppen ist natürlich verboten und hätte zum Ausschluß aus der Wertung geführt. Bei der vorbeifahrt an den Rennkommissaren, sah es so aus, als ob ich sehr dicht hinter dem R5 herfahre. :-))

Immerhin hatten diese 9Km keine bleibenden Schäden am Auto hinterlassen und waren das schiere Vergnügen unter den Augen von 1000enden jubelnden Zuschauern das Ziel zu erreichen. Günter Agosti wurde noch 3. in seiner Klasse und bekam einen schönen Pokal, der mit einem feinen Fass gefeiert wurde. Ach, es gäbe ja noch so viele schöne Geschichten!

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Ich bleibe natürlich immer Schumi-Fan. Er ist für mich bis heute mit seinen sieben WM Titeln in diesem Fach nicht zu schlagen. Ebenso schätze ich aber auch den Ex Weltmeister Kimi Räikkönnen. Mehr zu Motorsport findet ihr

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