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Erfolgreicher FC Köln: Wie geht es weiter?

Köln- Im heutigen Profifußball geht es schon lange nicht mehr nur um das Sportliche. Das Geld spielt eine zentrale Rolle und je erfolgreicher die Mannschaft ist, umso komplexer werden die Anforderungen. Nach einer starken Saison spürt das nun auch der FC Köln.

Anthony Modeste 1FC Köln

Anthony Modeste 1FC Köln

Finanzen rücken in den Mittelpunkt

Seit vielen Jahren ist der 1. FC Köln als Fahrstuhlmannschaft bekannt: In der Bundesliga reichte es meistens nur für das untere Mittelfeld, oft genug folgte auch der Abstieg, dem wiederum ein Wiederaufstieg folgte. Die Saison 2016/17 stellt deshalb ein Novum in der jüngeren Vereinsgeschichte dar. Nach 32 Spieltagen steht der „Effzeh“ auf Platz 7 und ist nur zwei Punkte von der direkten Qualifikation zur Europa League entfernt. Dort, auf Platz 5, steht mit Freiburg eine weitere Überraschungsmannschaft, die jedoch eine wesentlich schlechtere Torbilanz als Köln aufweist.

Passend zu dieser Erfolgswelle vermeldete die Geschäftsführung am Anfang des Jahres auch in finanzieller Hinsicht neue Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16. Mit einer weiteren Steigerung der Zahlen wird fest gerechnet und das wirft die Frage auf, wie geschickt der Traditionsverein mit den neuen Verhältnissen umgehen wird.

Durch die guten Aussichten in der Bundesliga wird es Köln künftig leichter haben, an frisches Geld zu kommen. Das betrifft sowohl potenzielle Sponsoren (wie Turkish Airlines) als auch die Kreditlinie bei den Banken. Kredite sind im Profifußball schließlich längst an der Tagesordnung, selbst Branchenriesen wie der FC Bayern München greifen auf geliehenes Geld zurück – für Fans bedeutet das immerhin eine Parallele, die den Fußball etwas volksnäher erscheinen lässt, denn Portale wie smava.de zeigen, dass auch Verbraucherkredite für Privatpersonen deutlich zugelegt haben.

Anthony Modeste als Schlüsselfigur für die Zukunft?

Doch auf der Suche nach Geld kann der FC Köln auch auf eigene Anlagen zurückgreifen. So steht weiterhin ein möglicher Verkauf des Top-Torjägers Anthony Modeste im Raum. Der Franzose war mit seinen Toren maßgeblich am Kölner Aufschwung beteiligt, dementsprechend lukrativ könnte ein Transfer sein. Schon seit Monaten ranken sich Wechselgerüchte um den Stürmer, angeblich ist der englische Club West Ham United an Modeste interessiert. Zuvor hatte bereits ein chinesischer Verein 40 Millionen Euro geboten, doch dieses Angebot stieß auf wenig Gegenliebe am Rhein. Eine andere Frage ist nämlich, ob der FC diesen Verlust sportlich auffangen könnte.

Falls der Sprung in die Europa League tatsächlich klappen sollte, gilt das aufgrund der Mehrfachbelastung in der nächsten Saison umso mehr. Aufgrund der erfolgreichen Saison befindet sich der FC Köln also an jenem Scheideweg, an dem sich schon viele Vereine befanden, und das mit ganz unterschiedlichem Ausgang.