Blues in den Bergen

Sommer 1999 Blues in den Schweizer Bergen

Markus erinnerte mich mit einer kleinen Bilderserie an den wunderschönen Sommer 1999 in den Schweizer Bergen. Markus Greif Schweizer Maler und Künstler Chat Nick  *Maar* lebte zu dieser Zeit noch in Sissach. Das ist cirka 65 km von Basel entfernt, ungefähr da wo die ersten Schweizer Berge beginnen. Nach Sissach muss man schon hoch hinauf.

Ein traumhafter Fernblick, wunderschöne Wanderwege und idyllische Ruhe.Das Haus das Markus damals gemietet hatte, lag schon etwas oberhalb des Dorfes und stand ziemlich frei.

Der nächste Anlieger war so Luftlinie ca 150m entfernt. Vom Hof und Garten gab es einen wunderschönen Blick ins Tal und auf die Berge ringsum. Der Clou war,unten auf der Strasse eine große Werbetafel mit einem Blick auf das Matterhorn. Wo gibt es das schon alles auf einmal, doch wohl nur in der Schweiz.

In diesem Sommer war ich eigens zu einem kleinen Mittsommerfest und einer Session mit Carmen Hirt, einer Freundin von Markus angereist. Wir wollten einfach mal jazzen. Im Gepäck ein elektrisches Klavier und ein eigens konzipiertes Mini Drum Set für eine Wohnzimmer Session.

Carmen war zu dieser Zeit noch Piano Anfänger und wir wollten mal was aus dem Jazz Real Book spielen. Carmen fehlte damals die Spielpraxis mit anderen Musikern. Allein jazzt es sich auch schlecht.

Beim verlassen des Autos bei der Ankunft,dröhnte schon der Blues aus Markus Stereoboxen durch die Berge. Er hatte vergnüglich ein Scheibchen mit Blues Harp aufliegen und beschallte seine Nachbarn, während er in der Küche für das Essen bruzzelte.  Dafür ist der "Greif" bekannt und berühmt. Eingelegte Oliven, super gewürzte Leckereien, Köstlichkeiten a la Markus warten eigentlich immer auf seine Gäste.

Nachdem dann das Auto ausgeladen und Klavier und Schlagzeug im Flur des Hauses aufgebaut war, inmitten der wunderbaren "Greif Aquarelle" brauchten wir nur noch auf Carmen warten.

Die ließ uns nicht lange allein und es begann eine wunderschöne Mini Sommerparty. Nach reichlich Speisen und tollem Wein machten wir uns gegen 23°° dann an die Geräte. Nachdem Carmen und ich dann losjazzten, ließ Markus sich nicht lumpen und holte seine Bluesharp und nahm seine Treppe in Beschlag und dröhnte die tollsten Töne aus der kleinen Mundharmonika. Die halbe Nacht wurde gezockt und es hat einen großen Spaß gemacht.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück kam dann Carmen erst richtig auf den Geschmack und das Gerät wurde ins Freie geräumt. Auf der Terrasse in der Sonne wurde grilliert, gejazzt was die Socke hielt und alles direkt mit Blick auf das Matterhorn. Es schallte aus allen Ecken der Berge wieder zurück und war ein so geiles Gefühl das man es nicht beschreiben kann.

By the way anzumerken ist, das die liebe Carmen Hirt inzwischen eine in der Region bekannte Piano Jazzerin ist. Auf jeden Fall ist sie stolze Besitzerin eines feinen Steinway Flügel und das will was heißen,oder? Der spielt Jazz fast von allein. Zumindest wenn meine Informationen stimmen.

Ich werde diese Party nie vergessen und vielleicht habe ich ja noch einmal die Gelegenheit in den Schweizer Bergen im freien zu spielen. Leider wohnt der Markus ja jetzt im Flachland (Tayngen). Ich verstehe auf jeden Fall warum die Schweizer Jazzfestivals so viele Fans haben. Jazzomania pur!

www.greifart.net

Markus Greif

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Öffnet externen Link in neuem FensterMarkus Greif

Blues in den Bergen
Hot Jazz
Carmen am Piano
Jazzie trommelt während Markus kocht